Der PC im PC - Virtualisierung!

Posted on Dezember 21st, 2006 in Software, Tips & Tricks| ftreml| 688 Views


Unter “Virtualisierung” versteht man eine Softwaretechnik, bei welcher man mithilfe eines bestimmten Programmes einen kompletten “virtuellen” PC innerhalb eines “echten” PCs simuliert. Der virtuelle PC ist dabei nicht wirklich vorhanden, sowie der echte, sondern es handelt sich eben nur um eine Simulation. Läßt man auf diesem virtuellen PC jetzt Programme laufen, merken diese aber nichts davon, daß es sich nicht um einen echten PC handelt, und diese Tatsache läßt sich recht einfach und praktisch im Alltag ausnutzen.

Will man zum Beispiel ein neues Programm, welches man im Internet gefunden hat (zb auf einem russischen Server), ausprobieren, hat man in der Regel ein massives Sicherheitsproblem: wer kann garantieren, daß sich in diesem Programm kein Virus versteckt ? Oder daß es sich auch wieder deinstallieren läßt, wenn es sich als Mist herausstellt ? Abhilfe kann hier ein virtueller PC schaffen: man installiert das Programm nicht auf dem echten PC, sondern auf dem virtuellen. Ist ein Virus drinnen, kann dieser nur dem virtuellen PC schaden, da dieser für den Virus dann wie ein echter PC aussieht. Und den virtuellen PC kann ich einfach per Mausklick wieder in den Urzustand zurücksetzen, bevor der Virus den Schaden angerichtet hat.

Es gibt auch noch weitere gute Einsatzmöglichkeiten für Virtualisierung, hier nur die Highlights:

  • Sicherheitsbedenken bei der Installation eines neuen Programmes, wie oben beschrieben
  • Wenn man den virtuellen PC zum Websurfen verwendet, haben Webseiten ebenfalls keine Chance einen Virus effektiv zu platzieren
  • Will man ein großes Softwareprodukt ausprobieren (zb SQL Datenbanken, Warenwirtschaftssysteme …), steht man meist vor dem Dilemma, daß diese sehr große Änderungen am installierten Betriebssystem vornehmen. Unter Umständen kann das dazu führen, daß andere Programme nicht mehr funktionieren. Deshalb: einfach in einem virtuellen PC installieren, und die anderen Programme können nicht beeinflußt werden.
  • Speziell für die Entwicklung von Software ist es unumgänglich, das Produkt auf verschiedenen Systemen zu testen (Windows 2000, Windows XP, Linux, …). Mithilfe der Virtualisierung kann man sich einfach auf einem einzelnen PC mehrere virtuelle PCs aufsetzen, die genau die gewollte Umgebung simulieren.

Natürlich gibt es für den Privatanwender kostenlose Software, die Virtualisierung ermöglicht:

Achtung: die oben genannte Software bietet nur die Simulationsumgebung, für die darauf installierten Programme und das Betriebssystem muß man selber sorgen. Also eine CD-ROM zur Installation für Windows oder Linux ist notwendig.

ABER: Es gibt teilweise “fertige” virtuelle PCs zum runterladen. Diese vorkonfigurierten PCs erfüllen jeweils einen bestimmten Zweck und sind oft auch gratis zu haben (zb http://www.vmware.com/vmtn/appliances/). Es gibt zb virtuelle PCs zum Betrieb von E-Mail-Servern, Webservern, Spamfiltern, Office-Produkte, Buchhaltung etc. Hier gibt es zum Beispiel einen virtuellen PC zum absolut Viren-sicherem Internetsurfen, genannt “Browsing Appliance”.

Viel Spaß beim Ausprobieren!



 Votes | Average: 0 out of 5 Votes | Average: 0 out of 5 Votes | Average: 0 out of 5 Votes | Average: 0 out of 5 Votes | Average: 0 out of 5 (No Ratings Yet)
Loading ... Loading ...

Post a comment

You must be logged in to post a comment.